Programm
Meine Arbeiten zeigen Reales, nämlich menschliche Körper in Stein und aus Bronze. In den Materialien entsteht beim Bearbeiten eine neue Realität: das Idolhafte, das Ikonische. Es geht nicht um die Nachbildung von individuellen Merkmalen, sondern um das Ideelle des Menschen. Die Skulpturen spiegeln Empfindungen von Kraft und Bewegung. Die Statik des Materials löst sich auf, und es zeigt sich nach der Bearbeitung der Wandel der Figur und die andauernde Unbeständigkeit. Sichtbar werden über die einzelnen Körperteile hinausgehende Kraftlinien. Der Torso verdeutlicht die unverdeckte Körpersilhouette, weil ihm die den Blick störenden Extremitäten fehlen. Die Skulpturen müssen als dreidimensionale Komponente gefühlt werden; Formen und Strukturen sollen beim Betrachten eine eigene Reaktion stimulieren. Die Materialien, die ich verwende sind regional, der Travertin aus Bad Cannstatt, der Kalkstein aus Tübingen-Pfrondorf; dieser Steinbruch ist inzwischen aufgelöst, und ich verarbeite Steine aus abgerissenen historischen Gebäuden. Auch direkt aus Carrara, Italien, haben wir Marmor sowie Feldsteine mitgebracht. Herausragende Materialien sind zum Einen der schwarz-grüne Diabas, ein Vulkangestein aus den inzwischen auch aufgelösten Steinbrüchen des Taunus, tief unter der Erde gewachsen, verdichtet und entsprechend hart. Ein Beispiel ist der 'Replikant.' Auch die roten Figuren fallen ins Auge, deren Stein Veronarot genannt wird. Aber auch bei den angeblich unscheinbaren Sandsteinen oder beim Muschelkalk zeigt sich während der Bearbeitung manches Mal Überraschendes, wie Fossilien oder Florales ('Die Wonnige').
Kontakt
Für Anfragen und Besichtigungstermine nehmen Sie gerne Kontakt auf mit Isabelle Kroh